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Jusos kritisieren Arbeitgeberverband

02. November 2011 0 Kommentare

Die Jungsozialisten im Landkreis Aurich kritisieren die Aussagen des Hauptgeschäftsführers Doden des Arbeitgeberverbandes Ostfriesland. Eine Preiserhöhung von Produkten die von Menschen hergestellt werden, die dafür menschenwürdig bezahlt werden ist kein Problem, sondern ein Schritt in die richtige Richtung, meint die SPD Nachwuchsorganisation.

„Auch die Kosten der Arbeit eines Herrn Doden orientieren sich u.a. an seinen Personalkosten, von denen auch er anständig leben möchte.“, ist Vorsitzender Timo Mehlmann überzeugt.
Die Jusos teilen allerdings die Meinung, dass der jetzt vorgestellte Mindestlohn nicht zuende gedacht ist. So seien die Posten der Modellrechnung als Grundlage unbrauchbar, da sie nicht die Realität widerspiegeln würden. Als Beispiel nennen sie die veranschlagten 340 Euro Warmmiete, die den aktuellen Miet-, wie Energiepreisen nicht gerecht werden. Auch die angegebenen 24,44 Euro im Bereich Bildung reichen nicht aus für Schulbücher, Lernmaterialien oder auch Studiengebühren. Ein Land, dass einen so schlechten Bildungsruf und gravierenden Fachkräftemangel hat, kann sich dieses Modell nicht leisten, sind sich die Jusos sicher. In der Modellrechnung fehle auch der Posten für die staatlich geforderte private Altersversorgung. Man verlange von den ArbeitnehmerInnen sich zusätzlich, zur gesetzlichen Rentenversicherung, privat vorzusorgen, da die Kassen nicht nur leer seien, sondern auch aufgrund des demografischen Wandels in Zukunft stärker belastet werden. ArbeitnehmerInnen die den Mindestlohn nach diesem Modell erhalten, bekämen diese Möglichkeit nicht und steuern direkt auf die Altersarmut zu. „Das jetzige Modell muss überarbeitet werden, da stimmen wir Herrn Doden zu, aber die von ihm geführte Diskussion zeigt, dass es durchaus ostfriesische Betriebe gebe, die menschenunwürdige Löhne zahle und das muss sich dringend ändern. Wir brauchen einen Mindestlohn für eine anständige Bezahlung.“, mein abschließend Timo Mehlmann.


ArbeitBildung und QualifikationDemografischer WandelSozialstaatWirtschaft

 

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